Die Glasklasse des IKKG

Ausstellung Berlin Aug. 2011

„Rheingold"

Es hat den Anschein, dass es sich um Gold handelt. Gold in Form großer Steine. Wie durch fließendes Wasser geformt. Das Rheingold.

Der Sage nach ein versunkner Schatz. Diesem Fluss, der nicht unbedeutenden Wasserstraße, mit seiner Anziehungskraft, fühle ich mich auf zufällige Weise verbunden. An einer Stelle des Stromes habe ich mich vor Jahren niedergelassen. An einer flussabwärts gelegenen Stelle habe ich meine Tatkraft in etwas einfließen lassen, was mit Förderung junger, angehender Künstler zu tun hat. Ich habe in einer Balance erfahren, dass ich von dem, was ich gegeben habe, sowohl an dieser wie auch jener Stelle des Stromes, ebensoviel zurückbekommen habe. Es sieht eben so aus wie Gold. Es glänzt so wie Gold. Es fühlt sich in mir innen drin auch so an. Es gibt das Bild wieder von Glück, innerem Reichtum. Auch wenn es nur der Schein ist. Aber der Schein vermittelt dem Beschauer Reichtum. Unter dem Schein verbirgt sich eine Seele aus Glas. Der Werkstoff, dem ich mich über Jahrzehnte in meiner Arbeit zugewandt habe. Ich bin froh, dass er heute eher im Hintergrund steht. Oder Träger meiner Botschaft, und nicht mehr Mittelpunkt in meinem Schaffen ist.

Prof. Ingrid Conrad-Lindig

 

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